All-IP – FAQs

Was ändert sich durch die ISDN Abschaltung?
Die Umstellung von ISDN auf ALL-IP bringt gravierende Änderungen mit sich. Viele Dienste, die auf ISDN aufgesetzt sind, werden nicht mehr funktionieren. Hierzu zählen neben der klassischen Telefonie eine Vielzahl langjährig etablierter Dienste und Protokolle wie Fax, X25, TAPI, CAPI, … aber auch der Notstrombetrieb (Telefonieren ohne Strom). Einige dieser Dienste können etwa durch den Einsatz von Media Gateways migriert werden, andere werden durch den Sprung in die IP-Welt nicht länger funktionieren und müssen durch neue, alternative Lösungen ersetzt werden.
Warum wird auf ALL-IP umgestellt?
Durch die Einführung von ALL-IP vereinfacht sich die Kommunikation – durch eine übersichtlichere Netz-Infrastruktur – erheblich, da alle Informationsarten über ein gemeinsames Protokoll übermittelt werden. Statt mehreren eigenständigen Netzen, wird die gesamte Sprach- und Datenkommunikation also über dasselbe Netz betrieben. Folglich sinkt auch die Anzahl der zu betreibenden Netzwerkkomponenten. Mit der neuen IP-Technik reagiert die Deutsche Telekom zudem auf den stetig ansteigenden Bedarf an hohen Bandbreiten von über 100 MBit/s , die sich ausschließlich über IP-Anschlüsse realisieren lassen.
Wie kann die bestehende Telefonanlage / TK-Infrastruktur weiter genutzt werden?
Die vorhandene Telefonanlage kann durch den Einsatz sogenannter Media Gateways weiter betrieben werden. Die Frage, ob ein Media Gateway oder gleich die Neuanschaffung einer reinen ALL-IP PBX (Telefonanlage) zu bevorzugen ist, hängt von verschiedenen Aspekten wie dem Alter, der Art und der Verwendung der Anlage ab und sollte aus betriebswirtschaftlicher Sicht bewertet werden.
Was muss ich bei einem Media Gateway beachten?
Wenn Sie sich für den Einsatz eines Media Gateways entscheiden, sollten Sie unbedingt eine professionelle für den Busines-Bereich entwickelte Lösung wählen – kostengünstige Consumer-Produkte sind zumeist nicht in der Lage, die notwendigen Leistungsmerkmale ausreichend zu erfüllen.
Besonders wichtige Kriterien sind in diesem Bezug etwa die Anzahl der S0 Schnittstellen und der Einsatz von DSP Chips. Beachten Sie dabei, dass sofern Sie nur über eine S0 Schnittstelle verfügen, nur ein Gespräch und ein Fax parallel betreiben können, entsprechend sollten Sie nur Geräte mit mindesten 2x S0 in Betracht ziehen.
Vorteile von ALL-IP für KMU
Durch die vereinfachte Übermittlung von Daten, Sprache und Videos über eine Netz-Infrastruktur profitieren KMU bei ALL-IP von einer flexiblen und komfortablen Unternehmenskommunikation mit geringeren Kosten und erweiterten Funktionen.
Da weniger einzeln zu betreibende Netzwerkkomponenten als bei dem heutigen Festnetz benötigt werden, ist die Kommunikation über den IP-Anschluss anwenderfreundlich, unterstützt effiziente Arbeitsabläufe und bindet auch Homeoffice-Arbeitsplätze besser in das Unternehmensnetzwerk ein.

Quelle: All-IP FAQ, bintec elmeg GmbH