US-Regierung verbietet den Einsatz von Kaspersky-Produkten in Behörden

Am 14. September 2017 macht eine Eilmeldung die Runde: Die US-Regierung verbietet den Einsatz von russischer Kaspersky-Software in den eigenen Behörden.
Grund hierfür ist die Befürchtung, dass durch den Einsatz der Software die IT-Systeme kompromittiert werden könnten. Der amerikanische Elektrogroßmarkt „Best Buy“ hat bereits seit einiger Zeit die Produkte von Kaspersky aus dem Verkauf genommen.

Hierzulande setzen einige Hersteller diese Meldung vor allem in Hinblick auf die kommende EU-DSGVO ein, um generell Unsicherheit gegenüber Herstellern mit russischen Wurzeln (z.B. Acronis, Veeam) zu erzeugen und somit den eigenen Produkten Marktvorteile einzuräumen.

Da zum jetzigen Zeitpunkt gegen keinen der genannten „russischen“ Hersteller auch nur ansatzweise Beweise vorliegen, dass Kundendaten ausspioniert bzw. IT-Systeme darüber angegriffen werden können, raten wir davon ab, voreilige Schnellschüsse zu unternehmen.

Meinung:
Das Nutzen solcher Meldungen, um einen Generalverdacht zu erzeugen und dadurch die eigenen Produkte besser darzustellen, ist leider inzwischen zu einer gängigen Praxis geworden (Stichwort „Fake-News“). Dass in diesem speziellen Fall auch namhafte deutsche Unternehmen davon Gebrauch machen, halten wir für sehr bedenklich.
Wir möchten uns an der Stelle von einer solchen Praxis distanzieren. In letzter Konsequenz werden wir Produkte von Herstellern, die solche Praktiken wiederholt betreiben, aus dem Vertieb nehmen.